Freitag, 22. Juni 2012

Yorkshire Terrier - Wer ist hier klein?

An Selbstbewusstsein fehlt es dem Zwergterrier wirklich nicht. Wer im Haus das Sagen hat, ist nicht immer ganz klar und erfordert einige Konsequenz des Hundebesitzers.

 
Rolf Handke  / pixelio.de

Rassegeschichte:


Der Yorkshire Terrier ist eine noch recht junge, engliche Rassse. Vorfahren des Yorkshire Terriers dienten im 19. Jahrhundert als Ratten- und Kaninchenfänger der armen Leute. Durch Einkreuzungen von verschiedenen Terriern und auch des Maltesers, und durch Auswahl der kleinsten Exemplare zur Zucht, entstand der heutige Yorkshire Terrier, der neben dem Chihuahua zu den kleinsten Hunderassen zählt.

Aussehen und Pflege:


Der  Yorkshire Terrier ist ein sehr kleiner Hund, der eine Größe bis 25 cm erreicht, und ca. 3 kg wiegt. Er hat ein seidig weiches, glattes Fell, das bis zum Boden reichen kann. Brust, Kopf und Beine sind goldfarben, der Rest des Hundes zeigt sich in einem dunklen stahlblau. Eine Farbvariation des Yorkshire Terriers ist der sog. Biewer Yorkshire Terrier, der zusätzlich noch die Farbe weiß enthält. Yorkshire Terrier haben keine Unterwolle und keinen Fellwechsel, was sie zu bedingt allergikergeeigneten Hunden qualifiziert.

Die Pflege des Fells ist recht aufwändig. Das lange Haar muss spätestens jeden zweiten Tag, am besten mit einem antistatischen Kamm, gekämmt werden. Vor allem hinter den Ohren bilden sich gerne Verfilzungen, denen unbedingt vorgebeugt werden sollte. Haare, die in Richtung Augen wachsen, müssen regelmäßig gekürzt werden, und auch das innere der Ohren und die Zehenzwischenräume von zu langen Haaren befreit werden. Zum Baden verwendet man am besten Spezialshampoo. Bei unsachgemäßer Pflege wird das Haar schnell brüchig. Wer jedoch nicht auf Ausstellungen geht, kann seinem Yorki auch einen Kurzhaarschnitt gönnen, und sich somit die Pflege etwas erleichtern. Regelmäßige Fellpflege und Besuche beim Hundefriseur sollten von Klein auf zur Selbstverständlichkeit werden.

Charakter:


Der Yorkshire Terrier ist ein bewegungsfreudiger, verspielter und lebhafter Hund. Man sollte sich aufgrund der Größe nicht täuschen lassen. Dieser Hund möchte gerne ausgelastet werden. Er hat einen ausgeprägten Spieltrieb, der ausgelebt werden möchte. Aufgrund seiner früheren "Kampferfahrung" ist der Yorkshire Terrier ein sehr mutiger Hund, der seinen Dienst als Wachhund sehr ernst nimmt. Dabei ist ihm völlig egal, wie groß der Eindringling ist. Er wird in jedem Fall gestellt. Der Yorki braucht eine Konsequente Führung und muss wissen, wer das Sagen hat, sonst tanzt er bald allen auf der Nase rum und neigt dann zu einer gewissen Aggressivität. Er ist gerne immer dabei und die nötige Aufmerksam, die er braucht, beschafft er sich, keine Sorge. Alles in allem ist der Yorkshire Terrier nicht unbedingt der beste Anfängerhund, und auch mit Kindern kann es manchmal schwierig werden, wenn er sie nicht gewöhnt ist.

Rassespezifische Krankheiten:


Die Liste der Krankheiten, auf die der Yorkshire Terrier anfällig sein kann, ist recht lang. Neben allen möglichen Augenleiden (vom trockenen Auge über den grauen Star bis zur Netzhautablösung) schwächeln auch die Gelenke. Neben Hüft- und Ellenbogendysplasie und einer Oberschenkelknochenfehlbildung, kommt auch die Patellaluxation (verrenkte Kniescheibe) häufig vor. Der Yorkshire Terrier neigt zu Nieren- und Blasenleiden. Sehr kleine Yorkshire Terrier neigen zum Luftröhrenkollaps und zum Wasserkopf.
Vorsicht bei sog. Mini oder Teacup Yorkshirn.




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