Samstag, 12. Mai 2012

Der Pudel - ein Hund mit Witz und Charme

Zu Unrecht wird der Pudel als verhätscheltes Schoßhündchen verurteilt. Im Pudel steckt jede Menge Intelligenz und Witz, die es ein Leichtes machen, den Hund in jeder Hundesportart auszubilden.


Zwergpudel Quelle: © Dirk Schäfer - Fotolia.com


Rassegeschichte:


Der Pudel zählt zu den Wasserhunden, und wurde, wie die anderen Vertreter (spanischer, italienischer und portugiesischer Wasserhund) früher zur Wasserjagd eingesetzt. Seine Aufgabe bestand darin, das geschossene Wasserwild zu apportieren. Daraus geht auch die traditionelle Schur hervor, die dem Hund das Schwimmen im Wasser erleichtern, und gleichzeitig an wichtigen Stellen wärmen sollte. 




Aussehen und Pflege:


Der Pudel ist tatsächlich in jeder Größe zu haben. Mit 45 bis 62 cm Widerristhöhe führt der Großpudel die Pyramide an, gefolgt vom Kleinpudel, der eine Größe von 35 bis 45 cm haben sollte. Der Zwergpudel liegt zwischen 28 - 35 cm und der Toypudel bildet mit unter 28 cm das Schlußlicht. (...oder auch nicht: Ein Trend geht wohl schon in Richtung Teacup Pudel, welche allerdings schon fast als Qualzucht durchgeht, und in meinen Augen nicht unterstützt werden sollte).

Der Pudel hat ein dichtes, lockiges Haar, welches keinem Fellwechsel unterliegt. Die Pflege des Fells ist recht aufwendig. Neben täglichem Bürsten, damit die Haarpracht nicht verfilzt, ist auch eine regelmäßige Schur angesagt. Diese wird alle 5 - 10 Wochen, je nach Frisur und Vorliebe des Besitzers, entweder selber oder beim Hundefrisör durchgeführt. Durch sein nachwachsendes Fell, gute Pflege und regelmäßige Schur, verliert der Pudel so gut wie keine Haare, welches für Hundehaarallergiker von Vorteil, jedoch keine Garantie für keine Reaktion auf den Hund ist.



Farblich gibt es den eleganten Pudel einfarbig in schwarz, weiß, braun, apricot und rot. Zweifarbig gibt es die Variationen schwarz mit apricot bis braunen Zeichnungen (black and tan), und schwarz-weiß gescheckt (harlekin).

Charakter:


Der Pudel ist der ideale Familienhund. Er liebt Kinder, ist seinem Besitzer treu ergeben und hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen. Er vergisst nichts, ist arbeitswillig, wachsam und höchst Intelligent, wenn nicht sogar der intelligenteste Hund überhaupt. Er besitzt einen enormen Einfallsreichtum und viel Witz. Als Schoßhündchen wäre es dem Pudel viel zu langweilig. Damit er ein ausgeglichenes Familienmitglied ist, sollte er auch reichlich beschäftigt und ausgelastet werden. Hierzu bieten sich verschiedene Hundesportarten wie Agility oder Flyball an. Auch für Kunststücke ist der Pudel immer zu haben, weshalb er auch in keinem Zirkus fehlt. Er ist aber auch anhänglich, braucht viel Zusprache und ist ein guter Wachhund.





Rassetypische Erkrankungen:


Obwohl der Pudel äußerst robust ist, haben sich doch auch ein paar Schwächen und erblich bedingte Krankheiten eingeschlichen.

Der Großpudel ist wie andere große Hunderassen anfällig für Hüftgelenksdysplasie. Nur kontrollierte Elterntiere werden zur Zucht zugelassen. Bei den Zwerg- und Toypudeln kann es zu einer erblich bedingten Fehlstellung der Kniescheibe kommen (Patellaluxation).

Der Pudel hat eine Neigung zum grauen Star (Katarakt) und der progressiven Retinaatrophie (PRA), eine Unterversorgung der Netzhaut, welche zum Erblinden führen kann.

Neben einer Fehlbildung der Harnleiter (Harnleiterektopie), welche eine Inkontinenz zur Folge haben kann, kommt auch sehr selten eine Unterversorgung der Talgdrüsen vor, was einen Haarverlust bewirkt.

Weitere Wasserhunde und allergikergeeignete Hunderassen finden Sie in meinem Artikel:

Hunde für Allergiker

Strategien gegen Hundehaarallergie - Ein Versuch ists Wert

Kommentare:

  1. ich auch unbedingt einer meiner Lieblings hunde:)

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  2. Soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo Süß ich will so ein SOFORT!!!!!

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